Gefahrstoffe

Die Sensibilität für Gefahrstoffe am Bau nimmt immer mehr zu. Als professioneller Dienstleister begrüßen wir natürlich das sich entwickelnde neue Bewussstein der Kunden und Auftraggeber gegenüber diesem sensiblen Thema. Aber gerade im Bereich Gefahrstoffe bei Abbrucharbeiten muss noch viel Aufklärungsarbeit betrieben werden. Wir verstehen es daher als unsere Pflicht weiterhin Versicherungsnehmer, Versicherer und beauftragte Sachverständigte auf die Gefahren eines unsachgemäßen Abbruchs hinzuzweisen.

Die typischen Floskeln…

Was haben wir schon alles gehört: „Abbruch kann jeder.“, „ Das ist mir zu teuer.“, „Angebot schlägt bekanntlich Nachfrage; wir machen das selbst.“, „Kratzen Sie den Schimmel doch einfach mit einer Spachtel weg.“ oder der Klassiker „Das da ist kein Asbest!“.

Gefahrstoffe Asbest

Wer möchte mit der Gewissheit leben, einen asbesthaltigen Boden beim Kunden entfernt zu haben, ohne die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen und eine Zulassung zu besitzen? Hier besteht nicht nur die Gefahr eines hohen Bußgelds (nicht selten beläuft sich die Summe auf 50.000,00 Euro), sondern auch Freiheitsstrafen können verhängt werden. Das schlimmste an einem unproffesionellen Abbruch ist aber die Gesundheit! Wer die Gesundheit von sich oder anderen unwissentlich oder wissentlich gefährdet möchte nicht mit der Schuld leben müssen.

Gefahrstoffe Schimmel

Doch es muss nicht immer der Gefahrstoff Asbest sein. Auch Schimmelpilze und sei es nur die „typische Schimmelecke in der oberen Ecke“ lassen Menschen krank werden. Durch unsachgemäße Entfernung von Tapeten, Putz und Bodenbelägen, die mit Schimmelpilzkolonien kontaminiert wurden, werden beim Rausreißen „mit der Brechstange“ oft diese Sporen im gesamten Haus verteilt. Doch selbst wenn mit Schutzanzug und modernsten Produkten gearbeitet wird, laufen Handwerker gerne mit ihren schimmelverseuchten Schuhen in unkontaminierte Bereich. Ab 0,50 qm liegt die Verantwortung beim Auftraggeber eine Fachfirma mit der Behebung von Schimmelschäden zu beauftragen. Die genauen Vorraussetzungen können Sie unter FAQ Schimmelschaden nachlesen.

Gefahrstoffe PAK (Polyziklische Aromatische Kohlenwasserstoffe)

Hierbei handelt es sich um kanzerogenes Material, das frucht- und entwicklungsschädigend wird, das Erbgut verändert und die Fortpflanzung beschädigt. Folgen eines Kontaktes mit PAK können Haut-, Lungen- und Kehlkopfkrebs sein, aber auch allgemeine Schädigung des zentralen Nervensystems bishin zu Nieren und Leberschäden.

PAK wurde in der Vergangenheit viel in Teer und pechhaltigen Klebstoffen und Farben verwendet. Aber auch in Imprägniermitteln, bitumierten Dichtungen und Dachbahnen, aber auch insbesondere in einer Vielzahl von Bitumenerzeugnissen und Asphalt Fußbodenbelägen steckt PAK. Insbesondere steckt daher PAK in bzw. unter Bodenbelägen und Flachdächern/Dächern.

Daher kann eine PAK Belastung z. B. unter dem Parkett zwischen Holzboden und Estrich sein. Mittels Teerkleber wurde dieser seinerzeit oft verlegt. Wird das Parkett abgebrochen, so besteht die Gefahr von einer PAK Kontamination der Luft.

Lange Zeit wurden PAK Produkte frei im Handel vertrieben und verbaut. Bereits ab 1900 wurde begonnen, Parkett mittls teerhaltigen Kleber in Gebäuden zu verbauen. Bis 1965 wurden auch PVC Beläge usw. oft mit Teerklebstoffen verlegt. Obwohl die Produktion in Deutschland bereits 1975 verboten wurde, ging es noch mit dem Import dieser Stoffe fleißig weiter. Erst 1981 wurden teerhaltige Bitumenkleber nicht mehr verwendet und 1985 wurden Holzpflaster nicht mehr mit Teerklebstoff verlegt. Diese Zahlen sind offiziell, was der „Privathandwerker“ oder „der Handwerker ohne Rechnung“ getrieben hat, weiß natürlich heute niemand mehr. Daher besteht auch noch nach dieser Zeit die Gefahr von PAK in Baustoffen und Häusern.

Gefahrstoffe nach Brand

Während eines Brandes schmelzen Kunststoff, Lacke, technische Geräte, uvm. zu einem toxischen Cocktail zusammen, der sich in der Raumluft des Wohnhauses verteilt. Aber auch beschädigte Bereiche, die mit anderen Gefahrstoffen wie PAK oder Asbest bereits vorher kontaminiert sind, können durch Einsturz oder Beschädigung leicht Schadstoffe freisetzen. Daher vor Betreten des Brandortes immer geeigneten Mundschutz und ggf. Schutzkleidung tragen!

Einige weitere Schadstoffe, die bei Brand entstehen:

Der Schadstoff Polychlorierte Dibenzodioxine und -furane (PCDD/F) welches sonst in der Regel nur bei Müllheizkraftanlagen ausgestoßen wird, entsteht beim Brandschaden unter anderem bei der Verbrennung von Kabelisolierungen, Weichmacher, PVC Belägen, Fensterrahmen, Holzschutzmittel und Kunstleder, Lederimprägnierungen.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe – auch kurz PAK genannt – ist insbesondere in Holz, Fett, und Wolle zu finden, die beim Brand entstandenen Teilchen lagern sich an den Rußteilchen an.

Dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle (dl-PCB) ist in Isolierflüssigkeit in Starterkondensatoren alter Leuchtstoffröhren bis ca. der 1980er Jahre-Weichmacher, Flammschutzmittel in dauerelastischen Dichtungsmassen, Farben und Beschichtungen.

Wenn also Möbelstücke, Fenster, Fernseher, Computer, technische Geräte, Textilien und Dämmaterialien betroffen waren, ist die Gefahr groß, dass sich hier natürlich von diesen weiteren Schadstoffe in der Luft befinden.

Fluorhaltige Schaumlöschmittel oder Halonlöschmittel, die bei einer Brandbekämpfung Verwendung finden, sind ebenfalls umweltbelastend.

Gefahrstoffe KFM Künstliche Mineralwolle

So unscheinbar, aber dennoch krebserregend und tödlich! Obwohl Mineralwolle mit krebserregender Wirkung seit dem 01.06.2000 nicht mehr verkauft werden darf, ist in deutschen Häusern natürlich immer noch eine tickende Zeitbombe, die Dächer und Fassaden dämmt. Im Schadenfall wird die Dämmwolle oft ohne Mundschutz unsachgemäß herausgerissen. Die Fasern verteilen sich in der Raumluft und im ganzen Haus.

Weitere Begriffe zu KFM können Mineralwolle aus Stein (z. B. Basaltwolle), auch sogenannte Glaswolle oder Hochtemperaturwollen , Aluminiumsilikatfasern), Dämmmaterial, und vieles mehr sein.

Fassen wir noch einmal zusammen!

Das sind die unserer Meinung häufigsten Gefahrstoffe, die bei einem unsachgemäßen Abbruch freigesetzt werden können: 

  • Asbest
  • Schimmel
  • PAK
  • Brandruß / „toxischer Cocktail“
  • KFM

Welche Leistungen wir Ihnen bieten:

  • Fachwissen zur Entkernung der einzelnen Schadstoffe
  • Durch angeschloßene Partner und Labore können wir nahezu jeden Schadstoffbereich demontieren
  • Die Gewissheit, keine Rückstände der Schadstoffe mehr in der Wohnung zu haben durch abschließende Kontrollen
  • Versicherungen und Auftraggeber gehen kein Risiko der Haftung ein
  • Gesundheitsschäden werden vermieden
  • Die Umwelt wird nicht weiter belastet, denn wir verpacken kontaminiertes Material und lassen es durch einen Containerdienst abholen
  • Fachgerechte Sanierung nach neuesten Standards durch geschulte Facharbeiter und modernsten Maschinenpark.

Wurde bei Ihnen bereits entkernt und Sie haben ein schlechtes Gefühl im Magen?

Rufen Sie uns an, wir stellen den Kontakt mit einem Labor her, dass sich um eine Beprobung in Ihrem Haus kümmern kann. Besteht nur eine Ungewissheit kommen wir natürlich auch gerne im Raum Coburg zu einem kostenlsosen Beratungsgespräch.

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